Page 26 - Bürgerinformationsbroschüre Amt Peitz
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eröffnet. Tauer ist ein typisches langgestrecktes Straßendorf, dessen Bebauung
sich beiderseits der viel befahrenen L50 erstreckt. Wesentlich zur Verschönerung
des ortsbildes beigetragen haben die Erneuerung und der Ausbau der Haupt-
straße und der Gehwege. 2013 konnte ein Werkstattstützpunkt für die Unter-
bringung der gemeindlichen Fahrzeuge und Werkzeuge errichtet werden.
Die Sporthalle wurde 2004 eingeweiht und kann durch die Vereine der Gemeinde
Tauer sowie von Vereinen umliegender Gemeinden genutzt werden. Im Jahr 2003
wurde die „alte“ Turnhalle im historischen Feuerwehrgebäude umgebaut und dient
nun als Versammlungs- und Schulungsraum. Auch der Anbau einer Fahrzeughalle
fand im gleichen Jahr statt, die Renovierung der Außenanlagen wurde 2005 fer-
tiggestellt. Unweit der Feuerwehr befindet sich das ehemalige Gutshaus, welches
um 1910 erbaut wurde und heute als Gemeindezentrum genutzt wird.
Dorfteich Grießen (Foto R. Karge)
renoviert. 2009 wurde ein modernes Feuerwehrgerätehaus im ort errichtet, die eins-
tige Gaststätte wurde zum Gemeindezentrum umfunktioniert. Geprägt ist das
Leben im ortsteil von der unmittelbaren Nähe zum aktiven Braunkohletagebau. Die
Aussichtsplattform mit Blick auf die Abraumförderbrücke, der Naturlehrpfad, die
Neißeauen und das Familienzentrum laden Besucher zum Verweilen im ort ein.
GemeinDe TAuer
Bürgermeisterin: Karin Kallauke
sprechstunde: Gemeindebüro, Hauptstraße 108
Tel. 035601 89484 ortsansicht Tauer
dienstags von 17:00–18:00 Uhr
Gemeindevertretung: Kerstin Albrecht, Michael Andres, Udo Brasching, Besonders stolz sind die Tauerschen auf den weit über die Region hinaus be-
Thomas Eckert, Jörg Friedow, Detlef Huschka, Volker Kalzke, kannten Großsee. Das 32 ha große Naturgewässer befindet sich inmitten eines
Annegret Kröher, Horst Teuscher, Lorenz Wilke Landschaftsschutzgebietes und ist großflächig von Wäldern umgeben, die zum
einwohner: 711 Spazieren gehen und auch Pilze sammeln einladen. Besonders beliebt ist der See
Fläche: 4.191,26 ha durch sein klares Wasser, den weitläufigen Sandstrand und die flache Uferzone. Mit
dem Camping- und Zeltplatz, den zwei
Ferienbungalows sowie den erforderli-
chen Versorgungseinrichtungen vor ort
sind günstige Bedingungen für einen
erholsamen Urlaub oder Wochenend-
aufenthalt gegeben. Radwanderer kön-
nen über den Spree-Neiße-Radweg di-
rekt den Naturpark Schlaubetal errei-
chen oder andere interessante Touren
in die Region starten. Maibaumaufstellen
sCHönHöHe
Ortsvorsteher OT schönhöhe: Norbert Kurz
Die ehemals eigenständige Gemeinde Schönhöhe wurde 1993 als ortsteil nach
Tauer eingemeindet. Der ort Schönhöhe bestand im Jahre 1742 als Ackervorwerk.
Gemeindezentrum Ursprünglich wurde Schönhöhe im Zuge der Siedlungspolitik Friedrich II. durch Be-
treiben des Amtsmannes Peckolt als Kolonie im königlichen Forst 1750 geneh-
TAuer migt und in Form eines zweireihigen breiten Straßendorfes angelegt. Seinerzeit
Die ersten schriftlichen Nachweise stammen aus dem 16. Jahrhundert. Aber Tauer wurden 18 Familien überwiegend aus Sachsen angesiedelt. Der ort wurde erst im
soll bereits in der Bronzezeit besiedelt und teilweise im 13. Jahrhundert durch Frühjahr 1752 vermessen und danach das Dorf errichtet. Teerofen wurde im 17.
deutsche Ansiedler entstanden sein. Die Ersterwähnung der Gemeinde Tauer er- und 18. Jahrhundert durch die Teer- und Pechgewinnung bekannt. Die Kolonie Teer-
folgte nachweislich 1632 als Tawern. Bereits 1652 wurde der ort Taurow genannt. ofen, heute eine kleine Wohnansiedelung, bestand schon seit 1665 südöstlich von
Mitte des 19. Jahrhunderts wanderten auch viele Einwohner nach Australien und Schönhöhe am Großsee. Die umliegenden Wälder lieferten das Holz für Teer, Pech
Nordamerika aus. Wer mehr über das einstige Leben und den Alltag der sorbi- und Kienöl. Der erste ofen wird bereits 1665 erwähnt, der zweite 1718 in Betrieb
schen/wendischen Bevölkerung erfahren möchte, dem sei ein Besuch im liebevoll genommen. 1852 wurde Teerbrennerei eingestellt. 1935 wurden Teerofen und
gestalteten Heimatmuseum empfohlen. Hier wurde 2014 ein Fryco-Rocha-Kabinett Schönhöhe, die nur zwei Kilometer voneinander getrennt sind, zu einer Gemeinde.
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