Page 25 - Bürgerinformationsbroschüre Amt Peitz
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1995 wurde die Betriebserlaubnis für den Flugplatz als Verkehrslandeplatz mit
dem neuen Namen „Verkehrslandeplatz Cottbus-Drewitz“ erteilt und erstmalig lan-
dete ein Flugzeug der Lufthansa in Drewitz, der Airbus „Cottbus“. Ein Jahr später
erfolgte die Aufnahme von Trainingsflügen durch die Lufthansa mit dem Airbus
A 320. Die moderne Abfertigungshalle und der Tower ermöglichen den Flugbetrieb
für große und kleinere Maschinen. Seit 2014 gehört das Areal des Flughafens Süd-
Brandenburg-Cottbus der Flacks Group.
Im ortsteil Jänschwalde-ost befindet sich die sanierte Krabat-Grundschule, an der
die sorbische/wendische Sprache und Traditionen vermittelt werden. Im Außenbe-
reich an der Schule gibt es die Turnhalle, Spiel- und Sportanlagen, ein Verkehrs-
garten und der Pavillon für den Witaj-Unterricht.
In direkter Nachbarschaft öffnete 2008 das Haus der Generationen. Heute ist die-
ses Haus das Zentrum für alle Altersgruppen im ortsteil. Hier hat die Kita mit
Hort ihr Zuhause, arbeiten Vereine und organisationen, verknüpfen sich kulturel-
les, sportliches und soziales Engagement.
Maibaumstellen (Foto R. Karge) DreWiTZ
Ortsvorsteher: Heinz Schwietzer
tung und der fortschreitenden Mechanisierung verbesserten sich auch die Le- Dorfstraße 71 A, Dienstleistungszentrum
bensbedingungen der Menschen. Tel. 035607 73241
Im ortsteil besteht heute ein reges Vereinsleben und die „Jänschwalder Blasmu- jeden 2. und 4. Dienstag im Monat von 17:00–18:00 Uhr
sikanten“ sind über die Region hinaus bekannt. Die sorbischen/wendischen Bräu-
che und Traditionen werden ganzjährig gepflegt. In der Nähe des Dorfangers be- Als vermutlich eines der ältesten Dörfer
finden sich ein liebevoll eingerichtetes wendisches-deutsches Heimatmuseum und in der Niederlausitz ist der ort 1509
die zum Museum ausgebaute Pfarrscheune. als Drewitz erstmals erwähnt. Aufzeich-
Durch die Initiative von Eltern, Vereinen und mit Hilfe von Gewerbetreibenden ent- nungen über die Entwicklung der Ge-
stand ein Erlebnisspielplatz im ort. meinde sind nur spärlich vorhanden,
jedoch belegen Funde, dass eine Be-
JänsCHWAlDe-OsT siedlung des Gebietes bereits früher er-
Ortsvorsteher: Thorsten Zapf folgte. Wie in vielen anderen orten in
Sprechstunden im Haus der Generationen, Termine gemäß der Niederlausitz lebten auch die Sor-
Aushang in den Bekanntmachungskästen. ben hauptsächlich von der Landwirt- Dienstleistungszentrum Drewitz
schaft. Seit 2006 gibt es im ort ein
Die Geschichte von Jänschwalde-ost, modernes Dienstleistungszentrum, welches auch als Gemeindebüro und kulturel-
meist JWo genannt, ist untrennbar mit les Zentrum genutzt wird. Unter Leitung einer aktiven Elterninitiative entstand
dem Ausbau des Militärflugplatzes Dre- ein Spielplatz für die Kinder des ortes und mehrmals im Jahr organisieren die „Kie-
witz verbunden. Mit der Wende im Jahr fernzwerge e.V.“ Veranstaltungen im ortsteil. Seit 2013 können die Kinder und
1990 haben sich mit der Auflösung des Jugendlichen ein eigenes, neues Gebäude für ihre Treffen nutzen. In Drewitz be-
Militärflugplatzes und der NVA-Dienst- stehen direkte Anbindungen zu überregionale Radwanderwegen, wie z.B. die Nie-
stelle in Drewitz gravierende Verände- derlausitzer Bergbautour, der Europäische Fernwanderweg E10 und der oder-
rungen ergeben. Es folgte ein um- Neiße-Radweg. Sehr schön ist auch die Fahrt oder eine Wanderung entlang des Na-
fassender Wandel in der Wohnstruktur turschutzgebietes in Richtung Großsee. Aber auch das Flugplatzmuseum, der Flug-
in Jänschwalde-ost, Rückbau und Sa- platz und das Motorsportzentrum mit Go-Cart-Bahn sind unbedingt einen Besuch
nierung der vorhandenen Gebäudesub- wert.
stanz wurden durchgeführt. Jänschwalde-ost
Griessen
Ortsvorsteher: Hartmut Fort
Tel. 035696 275
Die Sprechstunden finden gemäß Aushang in den Bekannt-
machungskästen statt.
Grießen ist ein Straßendorf und mit ca. 200 Einwohnern der kleinste und wahr-
scheinlich auch älteste ortsteil der Gemeinde Jänschwalde. Bodenfunde belegen,
dass im Grießener Territorium sehr früh gesiedelt wurde. Die eigentliche Gründung
des Dorfes wird auf etwa 1300 geschätzt. Grießen unterlag starkem sorbischem
Einfluss, der jedoch durch die Zugehörigkeit zum Johanniter-orden Schenkendorf
zurückging. Im Jahre 1850 betrieb das ordensamt in Grießen eine Brennerei und
Brauerei. Bedeutsam für Grießen war der Bau des Wasserkraftwerkes an der Neiße
mit den dazugehörigen Kanälen am Anfang des 20. Jahrhunderts. Das Wasser-
kraftwerk ist heute ein technisches Denkmal. Ein typisches Wahrzeichen für Grie-
ßen ist auch die weithin sichtbare und unter Denkmalschutz stehende Wehrkirche.
Sie wurde vor 700 bis 750 Jahren aus Feldsteinen erbaut und 1979 umfangreich
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