Page 23 - Bürgerinformationsbroschüre Amt Peitz
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GemeinDe HeinersBrüCK
Bürgermeister: Horst Gröschke
sprechstunde: Gemeindezentrum, Hauptstraße 2
Tel. 035601 82114
donnerstags von 17:00–19:00 Uhr
Gemeindevertretung: Henry Karnoll, Philipp Kunschke, Horst Nattke,
Nadine Pursche, André Wenzke, Angela Zeptner,
Christian Kochan, Jürgen Nagora
einwohner: 601
Fläche: 2.369,89 ha
Freiwillige Feuerwehr Drehnow Die Gründung des ortes Heinersbrück wird in Überlieferungen mit Heinrich II. in Ver-
bindung gebracht. Allerdings wurde der ort erst 1411 als „Henrichsbrugk” erst-
Die Freiwillige Feuerwehr, der Sportverein, die Jugendgruppe und die Partner- mals urkundlich erwähnt.
schaftsbeziehungen zur Gemeinde ochla/Polen haben heute einen besonderen Stel- Der ortssage nach ist die Bezeichnung auf Heinrich den Städtebauer zurückzu-
lenwert im Gemeindeleben. führen. Dieser ließ eine Art Knüppeldamm (Brücke) erbauen, die für die Überque-
rung der morastigen Malxe vorteilhaft war und auch mehrmals bei Feldzügen
Der Glockenturm Heinrichs II. gegen Polen benutzt worden ist. Ein solches Bauwerk war schon etwas
Zeitgleich mit der einstigen Schule (heute Kindertagesstätte) entstand um 1895 Besonderes, da Brücken in der mittelalterlichen Zeit eher selten waren. So wurden
in direkter Nachbarschaft der Glockenturm, der noch heute das Wahrzeichen der erst seit dem 14. Jahrhundert in den Städten Brücken errichtet.
Gemeinde ist. Da Drehnow keine eigene Kirche besaß und das Geläut der Kirche Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurden mit der Kommunalwahl im oktober
Peitz im ort nicht zu hören war, entschieden sich die Drehnower für die Errichtung 2003 die orte Heinersbrück und Grötsch zur Gemeinde Heinersbrück. Der ort Ra-
eines eigenen Glockenturmes. Die Einweihung wurde 1898 als Festtag in der Ge- dewiese gehört als Wohnteil seit 1993
meinde begangen. Die ersten Glocken, die noch aus Bronze gegossen waren, wur- zu Heinersbrück.
den aus Spendengeldern der Bauern gekauft. Vom damaligen Dorfschulzen Morling Der imposante, 1901 geweihte und in-
und dem Lehrer Bieger in der Glockengießerei Zauck in Leipzig bestellt, wurden die zwischen renovierte Kirchenbau mit sei-
Glocken am 25. März 1898 in Drehnow feierlich eingeweiht. Das Kreuz und der ner rund 36 Meter hohen Turmspitze
Kelch auf dem Glockenturm sind ein Geschenk des damaligen Lehrers, Herrn Bie- wurde zum Wahrzeichen der Gemeinde.
ger. Am 25. März 1903 wurde eine zweite Glocke eingeweiht. Im Jahr 1917/18, als Eine vor wenigen Jahren eingebaute Kir-
Bronze für kriegerische Zwecke benötigt wurde, zerschlug man die Glocken und der chenorgel begleitet die Gottesdienste
Turm bestand nur noch als hölzernes Bauwerk. Damit wollten sich die Einwohner und Konzerte. Die Kirche bietet ca. 360
nicht abfinden. So wurden in den zwanziger Jahren erneut mit Spendengeldern Besuchern Platz und ist beheizbar. Be-
neue Glocken aus Stahl angeschafft. Als Herstellungsjahr ist 1923 eingegossen. sonders beliebt ist das vorweihnachtli-
che Konzert am Vorabend des ersten
Advents mit dem Frauenchor Heiners-
brück und dem Chor der Bergarbeiter
Brieske, welches seit mehr als 20 Jah- Kirche Heinersbrück
ren in der Kirche stattfindet.
In der Gemeinde gibt es seit 2008 ein modernes Gemeindezentrum, welches nach
dem Umbau der einstigen Grundschule nun den Vereinen und Gruppen im ort zur
Verfügung steht. Gleichzeitig befindet sich hier der Stützpunkt der ortsgruppe
der Freiwilligen Feuerwehr mit einem modernen Feuerwehrgerätehaus. In unmit-
telbarer Nachbarschaft ist auch der Jugendclub beheimatet sowie das Grüne Klas-
senzimmer der Agrargenossenschaft.
Kindertagesstätte mit Glockenturm
sorbisches/wendisches leben
Eine Besonderheit der Gemeinde ist die
Lebendigkeit der sorbischen/wendischen
Sprache und Kultur. In der zweisprachi-
gen Gemeinde verstehen und sprechen
viele Bewohner die Sprache ihrer Eltern
und Großeltern, werden ganzjährig die
sorbischen/wendischen Traditionen ge-
pflegt. Höhepunkte sind die jährlichen
Feste, wie Zapust/Fastnacht (1. Woche
im Februar), Hahnrupfen (1. Woche im
September) und die Kermuscha/Kirmes,
bei denen auch Gäste jederzeit willkom-
men sind. Drehnower Dorfanger
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